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14. Juni 2009

Mit komplizierten Menschen umgehen: Die sechs Typen von komplizierten Typen

Mit komplizierten Menschen umgehen: Die sechs Typen von komplizierten Typen

Täglich begegnen wir jeder möglichen Art von Mensch im Berufsleben und in der Freizeit. Um zu wissen, wie wir mit wem umgehen sollen, müssen wir wissen welche komplizierten Typen es überhaupt gibt. Darum möchte ich Ihnen heute sechs Klassiker in diesem Bereich nennen, die Ihnen sicherlich schon einmal begegnet sind. Ich sage Ihnen, wie ich diese aufspüre und bearbeite.

Machen Sie sich in diesem Rahmen bitte auch bewusst, dass kompliziert nicht für jeden gleich definiert ist. Während Sie das ständige Kichern eines Kollegen vielleicht schrecklich nervig finden, kann sich seine Ehefrau genau in diese Eigenart verliebt haben. Ja, solche schrecklichen Unterschiede gibt es wirklich. Wenn Sie es auf die Probe stellen wollen, dann Fragen Sie doch mal im Zwiegespräch Kollegen über andere Mitarbeiter aus. Die Meinungen werden sehr unterschiedlich sein. Sie können Sich die Mühe aber auch sparen und lesen, wie ich es gemacht habe. Lenen Sie sich doch zurück und konsumieren Sie, das haben Sie sich verdient!

Meine eigene Persönlichkeitsstudie vor vielen Jahren

Ich selbst habe in meiner Jugend gerne mal alle Extreme des Lebens getestet – sportlich sowie menschlich. Im psychologischen Bereich zählen wohl auch die Diskriminierung in einer Gruppe und die Herausstellung der Persönlichkeitstypen in dieser Gruppe. Für diesen Test habe ich in Arbeitsgruppen in Gesprächen mit einzelnen Personen eine Eigenschaft über jeweils ein Teammitglied gesondert hervorgehoben. Ohne Wertung ob es eine gute Eigenschaft ist oder nicht, habe ich dafür gesorgt, dass sie alle Mitglieder verstanden haben. Jetzt beobachtete ich, wie diese Teammitglieder miteinander arbeiten. Bei gewissen Merkmalen, die plötzlich deutlich wurden, entstand nun Streit, bei anderen passierte gar nichts.

Woran mag es liegen, dass sich Menschen, durch meinen passiven Einfluss streiten? Ich habe es weder gewollt noch herausgefordert. Zumindest nicht bewusst. Doch der Mensch neigt zu Konzentration auf die ihm bekannten Merkmale. Wenn ich Ihnen sage, Käse ist rund und dann Käse präsentiere, werden Sie sich wahrscheinlich aufregen (innerlich oder äußerlich), wenn plötzlich ein eckiger Käse dabei ist. So passiert es auch mit den Eigenschaften von Menschentypen. Witziger Weise sind gewisse Eigenschaften tendenziell positiv und andere vollkommen destruktiv. Im Test wirkten sich Ausprägungen, wie teamfähig, lieb und fair gut aus, während zurückhaltend, sehr dynamisch und direkt schlecht ankamen.

Das wird Sie nicht sonderlich überraschen, oder? Interessant finde ich persönlich den Effekt, dass einige Menschentypen völlig reibungsfrei durch die Welt laufen, während andere scheinbar immer wieder Probleme haben. Gerne präsentiere ich Ihnen die entsprechenden Ergebnisse der Persönlichkeitstypen, welche die meisten Probleme machen. Wenn Sie meinen, dass einige Kollegen oder Verwandte etwas mit diesem Artikel anfangen können, fühlen Sie sich frei den Link aus der Adresszeile Ihres Browsers zu kopieren, um diesen weiterzusenden.

1. Der Störer

Die Störer sind gutmütige Menschen, welche weniger bewusst Fehler machen und Kommentare loswerden, die stören und aus der Bahn lenken. Oft hat man bei diesen Menschen das Gefühl, dass sie alles probieren um die Geradlinigkeit einer Verhandlung zu unterbrechen, oder besonders gerne weitere Stolpersteine sähen, ohne diese genau definieren zu können. Störer können nichts für ihre Art. Sie sind nicht böswillig. Sie merken das daran, dass sie weder rechthaberisch auftreten, noch in eine andere Richtung lenken wollen. Oftmals fehlt es den Störern nur an der nötigen Sozialkompetenz um ihre Fehler zu bemerken. Da Ihnen dies nun auffällt, haben Sie auch die Möglichkeit mit diesen Menschen besser zu Recht zu kommen.

Nehmen Sie sich den komplizierten Menschen zur Seite und klären Sie in einem Vier-Augen-Gespräch, was Sie empfinden. Oft ist der Störer emotional gelassen, da er wenig Emotionalität kennt. Er nimmt konstruktive Kritik und Vorschläge auf und verarbeitet sie für sich. Zum guten Schluss wird er Ihnen dankbar sein, da er noch nie wusste, wie man mit Menschen umgeht. Sie können nun sein Mentor in Sachen Menschlichkeit werden.

2. Der krasse Zerstörer

Sie brauchen keine Lupe und kein Feingefühl, um den krassen Zerstörer von allen anderen zu unterscheiden, denn hier steht jemand, der Stöcke zwischen die Beine schiebt, um andere zum Stolpern zu bringen. Er steht wirklich immer – wenn er sich nicht gerade ins Fäustchen lacht. So kann er mit voller Gewalt den nächsten Schritt planen, um Sie zu ruinieren. Warum macht er das? Er möchte seine Macht ausnutzen und auch demonstrieren, da er sonst keine Fähigkeiten hat. Er sägt sprichwörtlich an Ihrem Stuhlbein. Vielleicht sägt er sogar wirklich, sodass Sie kippen und sich verletzen. Den krassen Zerstörer freut das.

Wie bekämpfen Sie den Zerstörer? Auf keinen Fall einfach. Er ist die härteste Nuss, denn Sie müssen ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen, ohne dabei kriminell zu werden. Sorgen Sie dafür, dass Effizienzkriterien eingeführt werden, in welchen die tatsächliche Produktivität gemessen wird. Dies besteht er nicht. Wichtig ist grundsätzlich, dass Sie auch die anderen sehen lassen, wer der Störer ist. Holen Sie sich positives Feedback zu Ihren Vorschlägen ein und geben Sie Ihren Kollegen Argumente mit auf dem Weg, die Sie bei einer Präsentation gar nicht nutzen. Wenn nun wieder Querfeuer kommt, dann werden Sie plötzlich von allen unterstützt. Der Zerstörer ist entlarvt.

3. Der Ja-Sager

Oh wie liebe ich das. Ich sage etwas und der Partner sagt „ja“. Auf den ersten Blick strahlt das eine unglaubliche Harmonie aus, auf dem zweiten werden Sie genervt sein, dass wirklich nichts voran geht. Zwei Menschen arbeiten für ein Projekt, während einer davon nur die Aufgabe hat „ja“ zu sagen. Als Auftraggeber würde ich ein solches Handeln verurteilen, da ich ungern viel Geld zahle. Und Sie?

Was machen wir, wenn jemand immer „ja“ sagt? Wir fragen Zwischenfragen, die auch mit „nein“ zu beantworten sind, da sie sonst keinen Sinn machen und wir fragen stets offene Fragen. Tun Sie dies konstant immer genau so, dann werden Sie alle Ja-Sager hinter sich lassen. In diesem Fall ist jeder selbst schuld, wenn er nur das liebe „ja“ hört.

4. Der Lexikon-Typ

„Ich würde dieses Formular von unten nach oben ausfüllen, weil man dadurch drei Sekunden am Tag spart. Das habe ich einmal ausgerechnet.“ „Ach ja? Und wie sieht es mit dem Stift aus, den ich benutzen sollte? Ist der OK?“ „Lustiger weise nicht. Auf einer Reise nach Thailand habe ich gesehen, dass man mit einem Bleistift viel bessere Ergebnisse erzielen kann.“ Hassen Sie solche Dialoge genauso wie ich? Das liegt daran, dass fast niemand den besserwisserischen Lexikon-Typen mag. Immer hat er das letzte Wort. Jeden Satz korrigiert er, bevor man einen neuen sprechen darf und die Gruppendynamik ist zerstört.

Dem Lexikon-Typen kann man wirklich schwer helfen. Er ist tatsächlich sehr belesen und die Dinge, die er von sich gibt haben meistens Hand und Fuß. Da bleibt nichts anderes übrig als einen festeren Ton aufzulegen. Hierbei sollten maximal zwei bis drei Menschen dabei sein, ohne dass sich der Alleswisser angegriffen fühlt. Erklären Sie, wie sehr Sie vom Fachwissen fasziniert sind. Direkt darauf macht es Sinn zu erklären, wie sich Ihre Kollegen fühlen, wenn sie kaum zu Zuge kommen und immer verbessert werden. Meistens wird der Verursacher erst beim zweiten oder dritten Hinweis reagieren und eventuell auch aggressiv antworten. Nehmen Sie das hin. Zu Hause wird er entsprechend in ruhe seinen Kummer ausheulen und sich ändern wollen.

5. Der Erklärer

Er bringt hunderte Beispiele, statt ein paar richtig gute, er versichert sich nach jedem Satz, ob jeder alles verstanden hat und erklärt trotz positiver Antwort vorsichtshalber noch einmal, wie er es genau gemeint hat. Das ist der Erklärer. Eigentlich ist der Erklärer ein umgänglicher Typ und dennoch ein komplizierter Mensch, mit dem Sie umgehen müssen. Kompliziert, weil er jedes Meeting in die Länge zieht und jedes Gespräch Geduld bedarf.

Was können Sie gegen den Erklärer machen, der seit einigen Jahren die Eigenschaft hat, alles genau zu erläutern? Da fällt auch mir nichts ein, außer in aller Öffentlichkeit dieses Problem anzusprechen: „Herr Maier, wir sind alle stets begeistert von Ihren Ausführungen. Ihr Vorteil ist von Anfang an, dass Sie gute Beispiele wählen, die uns alle überzeugen. Wäre es Ihnen möglich und recht jeweils nur ein Beispiel zu wählen und direkt danach mit dem Inhalt fortzufahren. Wir haben keine richtige Zeit für große Debatten. Meinen Sie nicht auch, dass wir insgesamt mehr erreichen, wenn wir uns so knapp wie möglich fassen? Lassen Sie es uns alle probieren! Wie können wir Sie dabei unterstützen? Indem wir leicht nicken, sobald wir etwas verstanden haben?“ Nach einer gewissen Trainingszeit wird Ihr Erklärer zum Top-Redner und darüber hinaus auch zu einem beliebten Teammitglied.

6. Der Märtyrer

„Ich tue es, wenn keiner will.“ Der Märtyrer unterstützt die unpopulärsten Meinungen in Ihrer Runde. Sie spüren diesen Freund des Schwachen auf, indem Sie beobachten, wer als letztes seine Meinung sagt und dabei auch noch die Idee aufnimmt, die am wenigsten Zustimmung bekommt. Das ist unproduktiv hoch drei und ich hasse diese Art von Mensch.

Meine Lösung ist ein Donnerwetter. Ich schmeiße Märtyrer in der Regel aus meinem Team, oder zweifele im Zwiegespräch seine Fähigkeiten an, indem ich nach Argumenten für die angenommenen Meinungen frage. Wenn die Argumentation nicht wirklich schlüssig ist, bitte ich den Teilnehmer das nächste Mal lieber keine Meinung einzunehmen, oder eine persönliche Abwägung zu präsentieren. Wenn das nicht klappt folgt die öffentliche Demütigung, indem ich die Argumentation vor dem Team verlange. Bitte bestrafen Sie nur den Dauertäter. Ihr Ruf könnte auf dem Spiel stehen. Erklären Sie allen Teilnehmern, warum Sie so reagieren.

Nun kennen Sie alle meine Ideen, wie Sie mit komplizierten Menschen umgehen können. Meine sechs präsentierten Menschentypen sind sicherlich hilfreich, um Ihre Kandidaten auszufiltern und zu bearbeiten. Fanden Sie diesen Text auch hilfreich, dann setzen Sie doch einen Bookmark, um auch anderen die Chance zu geben, von uns zu erfahren.

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Über KarrierePost

Guten Tag, ich bin und führe ein Marketingunternehmen in Augsburg.
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Diesen Blog schreibe ich, da mich einige Freunde immer wieder um Rat baten, wenn es um deren Businesses und Karriere ging. Warum fragen mich immer wieder so viele Leute? Die Antwort lautete: "Du hast mehrere Unternehmen gegründet, Businesspalnwettbewerbe gewonnen und bist fünfter Platz bei McKinseys CEO of the future 2008 geworden." Über Ihren regelmäßigen Besuch freue ich mich. Haben Sie viel Erfolg!

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